Der bekannte US-Psychologe Daryl J. Bem hat vor geraumer Zeit eine Studie in einem renommierten Wissenschaftsbaltt veröffentlicht, die zu großem Aufschrei führte. Er machte mit 1000 Probanden 9 verschiedene Versuche, wovon 8 zum Ergebnis führten, dass im kleinen Prozentsatz Präkognition oder Wahrsagerei möglich sind.
Jeder Versuch fand am Computer statt um Beeinflussungen durch ein Gegenüber auszuschließen und jeder Versuch war aufgrund de Computers und eines Zufallsgenerators reproduzierbar.
Einer dieser Versuche war, dass Bem den Probanden auf einem Bildschirm Bilder zeigte. Es gab zwei Vorhänge auf dem Monitor, hinter einem ein Bild (negatives, sexuelles, schönes, normales) hinter einem andern eine weiße Wand. Die Versuchspersonen sollten anklicken hinter welchem Vorhang sie das Erscheinen des Bildes erwarten. Nach dem Klick wurde einer der Vorhänge gelüftet, somit hatten alle Probanden eine Wahrscheinlichkeit den richtigen Vorhang auszuwählen von 50 Prozent. Erstaunlich dabei war, dass bei den Normalen oder negativen Bildern (Korb Blumen oder Flugzeugabsturz) eine Abweichung von den 50 % im Rahmen von ca. +/- 1 % lagen, also im Bereich von 49,4-51,3, die sexuellen Bilder am im Schnitt 53,1 % richtig angegeben wurden. Es klingt nach wenig, ist aber für die Statistik schon nicht unbeachtlich.
Ein anderer Test war, dass den Probanden eine Liste mit zufällig gewählten Vokabeln vorgelegt wurd eund nach wenigen Sekunden wieder entzogen. Sie sollten notieren welche Worte sie sich merken konnten. Danach wurde ihnen eine Liste gegeben um diese zu Lernen. Dabei stellte man fest, dass viel Probanden Wörter augeschrieben hatten, die sie erst später lernen sollten. Der Test beruht auf einer Aussage aus "Alice im Wunderland", in der die weiße Königin Alice erklärt, die Leute in ihrem Land könnten sich besser Sachen merken die erst übermorgen passieren würden, das GEdächtnis wäre ohne Zukunft nur ein erbärmliches Instrument. Auf diese Aussage, auchw enn sie nur aus einer Geschichte stammt bezog Bem diesen Test.
Besonders eindeutig wären wohl die Ergebnisse bei den Leuten gewesen, die generell offen für neues waren, anders gesagt die ständig auf der Suche nach neuen Blickwinkeln auf das Leben sind. Er erklärt das Phänomen mit Psi, einem nach ihm „anormalen Prozess eines Informations- oder Energietransfers, der derzeit weder physikalisch oder biologisch erklärt werden kann“.
Dass diese Untersuchung in einem sehr renomierten Fachblatt erschien und sich mit dem Paranormalen befasste, führte aber unter Wissenschaftlern zu viel Aufruhr. Sie kritisieren die geringe Abweichung und das komplette Verfahren des Versuchs. So ist es in der Wissenschaft üblich, eine Hypothese aufzustellen und dann einen Versuch durchzuführen. In Bems Fall war es aber andersherum, es wurde ein vielseitiger Versuchsaufbau aufgestellt und erst dann nach einem möglichen Ergebnis gesucht, alles durchgerechnet und das Ergebnis publiziert, in der Psychologie wohl eine recht weit verbreitete Maßnahme, die Kritikpunkt einiger psychologischer Untersuchungen ist.
Was meint ihr? Ist es das Psi? Oder sind die Methoden oder der Zufall Grund der eher geringen aber dennoch signifikanten Abweichung im Vorausahnen des auftretens der Bilder? Zufall oder doch eine Funktion die aus der Evolution hervorgeht, aber nicht erklärbar ist?
Quelle:
Welt.de