Hey,
ich habe leider Gottes den Fehler gemacht und habe sehr früh damit angefangen, etwa im Alter von 13. Eine damalige Freundin von mir (Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu ihr), war, wie mir heute klar ist, medial ziemlich begabt.
Bei ihr hat es immer geklappt, auch nach kurzer Zeit.
Naja, ich habe es auch mehr als Spiel angesehen, vorallem weil so schnell funktionierte. Allerdings hat das Brett mir eine persönliche Sache erzählt, bei der ich fast vom Hocker gefallen wäre, weil es eine persönliche Sache ist, von der sie bis dato auf gar keinen Fall was wissen konnte.
Ab da fing es dann an. Eigentlich jedes mal, wenn wir uns sahen, haben wir das Brett (naja, damals wars noch mehr Gläserrücken, später hatten wir ein selbstgemachtes Brett) benutzt. Am Anfang war noch alles prima, wir kamen uns toll vor, hatten auch ziemlich viel Spaß.. Bis dann die Alpträume anfingen. Wir beide träumten schlimme Sachen, manchmal blutig, meist allerdings dominierten düstere Vorstellungen, wie zum Beispiel Schatten, die unter dem Bett hervorkommen, Dinge, die uns verfolgen.
Leider haben wir da noch keinen Zusammenhang hergestellt.
Später dann, mit dem Schlafmangel, fingen diese Dinge an, uns im Wachzustand zu verfolgten.. Die Schatten aus den Augenwinkeln, die so bedrohlich waren, wurden (für uns) real.
Da fingen wir dann an uns zu distanzieren, allerdings war es da schon wirklich schwierig (der Suchteffekt).
Der Höhepunkt war dann, das Sachen anfingen, sich zu bewegen, obwohl alles zu war. Mir flogen öfter mal Bücher aus dem Regal, denen ich nur gerade eben ausweichen konnte. Bilder fielen ohne ersichtlichen Grund. Ein Glas, welches auf einem Tisch stand, flog vom Tisch. Als ich dann ohne ersichtlichen Grund nach einer Seance gegen den Schrank gefallen bin (selbst wenn meine Muskeln erschöpft waren, hat es mir ne Heidenangst gemacht), haben wir das Brett schließlich verbrannt und haben den Kontakt mit stillem Einverständnis einschlafen lassen.
Nun ja, ich glaube heute an die möglichen physischen Erklärungen- die Alpträume waren klar, die Paranoia durch Schlafmangel, Bücher standen zu weit vorne, Bilder sind durch Luftzug umgefallen- aber damals hat mich das echt fertig gemacht. Die Folgen waren klar. Ich hatte Angst im Dunkeln, Angst vor dem allein sein, war total panisch, kurz, stand kurz vor einem ernsthaften Nervenzusammenbruch.
Auch wenn keine Geister im Spiel sind, darf man die eigene Phantasie unterschätzen.
Genauso die Suchtgefahr.
Ich habe heute ein Neues (geschenkt bekommen- Freunde

), ich benutze es kaum, doch konnte ich mich bis heute nicht überwinden, es wegzuwerfen.
Nun ja... Ich hoffe, es wurde einigermaßen deutlich, was ich sagen wollte.
lg,
Mariena