Hallo erstmal,
habe jetzt seid langem diesen Forum verfolgt und muss nun doch einmal meinen Senf dazu geben ;-)
Ich arbeite in Köln und fahre deshalb relativ häufig an Haus Fühlingen vorbei und muss so langsam meinem unmut mal was Raum verschaffen.
Erst einmal ich Liebe dieses Haus und würde es, wenn es ginge, sofort bewohnen

Ich habe mich viel mit alten Häusern, Schlössern und Gutshöfen beschäftigt und kann nur eines zur Geschichte von Haus Fühlingen sagen. In jedem Haus das so als ist sind viele schreckliche Dinge passiert, warum? Ganz einfach, spätestens zum Weltkrieg war jedes größere Anwesen eine Unterkunft für Zwangsarbeiter oder Gefangene. Überall wurden Frauen und Kinder vergewaltigt und Geschendet. Natürlich ist es ein trauriges Stück Geschichte.
Für die dennoch Überzeugten Theorie, ich will euch das weder außreden, noch mich über euch lustig machen, hier ein kleines Schmankerl ;-)
Wie in letzter Zeit in allen Zeitungen stehend steht die Bankies Familie Oppenheim vor der Pleite, da sie den Hauptteil der Aktien von Arkandor besitzen. Außwirkungen des Fluches von Haus Fühlingen?
Ich bin nicht der Meinung, denn was gerne in jedem Forum über Haus Fühlingen vergessen wurde. Was tat der liebe Fürst von Oppenheim doch gleich nachdem die Pferdezucht nicht funktionierte? Er erbaute Gestüt Schlenderhahn, immerhin eines der Größten Gestüte in ganz Deutschland. ;-)
Nun noch zu ein Paar fragen die ich immer wieder aufgeschnappt habe hier. Diese merkwürdige Konstruktion rechts vom Haus ist eine Wasserpumpe. Da Haus Fühlingen auf einem ehemaligen Sumpfgebiet steht musste es damals noch abgepumpt werden, deshalb klappte auch nicht die Pferdehaltung vermutet ein befreundeter Pferdezüchter von mir. Auf dem Gut selber sollte ja das Futter selbst erwirtschaftet werden, Jedoch ist Sumpfboden unbehandelt extrem sauer. Ist er wohl jetzt noch im Hinteren bereich wenn man sieht wie gut die Brenesseln gedeien. Somit war Futter nur schwer zu erbauen und kaum energiereich. Stuten stoßen ihre Föten in der Regel ab wenn sie nicht das Richtige Futter kriegen. Mit den Ph-werten kannte man sich um 1800 eben nicht so aus. Es wurde zwar schon gekalkt, aber dieser Boden ist heute noch extrem Hoch im Säuregehalt und sehr arm an Mineralien, ich habe ihn einer Tante gegeben die in der KVA in Jülich arbeitet und ihn untersucht hat. Ich möchte nicht wissen wie Hoch die konzentrationen waren im "frisch" wasser endzogenen zustand.
Naja, die vielen toten im Fühlinger See... Ich wohne in der Nähe vom Echtzer See und vom Dürener Badesee und jedes Jahr berichtet man von mehreren Toten. Ein Fluch? Naja, vielleicht teilweise ein Fluch der Menschlichen dummheit...
Nun zu den Kälte unterschieden, ob gemessen oder gefühlt. Natürlich ist es im Flur kälter als in den Räumen. Im Flur ist die gesammte Rückwand von Fenstern die nicht verschlossen sind nur so bestückt. Der Rest der Wände kriegt nie Sonne ab die sie auch nur ansatzweise Wärmen könnte. Es ist wie im Keller, in jedem Keller ist es nun einmal Kühl. Und wenn man davor steht, fühlt man das. Aber ich bezweifel das das Geister sind.
Wärend ich geschrieben habe, habe ich die hälfte schon wieder vergessen, die ich schreiben wollte :-D
Ich war schon einmal im Haus und kann nur abraten die Räume zu betreten. Ein befreundeter Architekt war mit mir dort. Wie ihr ja schon bemerkt habt, sind die Böden nur aus Holz, was für die Bauzeit total normal ist. Es gab keinen Gussbeton, der kam erst in den 60ern auf (wenn ich das noch richtig im Kopf hab ;-)) Der Mittelteil ist durch die eindringende Feuchtigkeit ziemlich angegriffen. Wenn ihr es dennoch nicht lassen könnt. Tut mir einen gefallen und bleibt am Rand und geht nicht in die Mitte der Räume. Gerade im zweiten Geschoss, wo der Bauschutt seid Jahren drauf lastet. Auch wenn die Treppe stein gemeißelt ist, so ist der untere teil doch aus Backsteinen und porös. Erlich? Es geht mir nicht um die Gesundheit anderer, jeder muss selber wissen was er tut und ist der alleinige "beschützer" seines Lebens, doch wenn wieder was im Haus Passiert, sind die Investoren nur gezwungen was zutun. Und wenn keine genehmigungen für den Aufbau bestehen und von Oben der Druck größer wird, steigert ihr die Chance des Abrisses.
Ich bin mir super sicher das niemand der hier Angemeldet ist so dumm ist sich selbst du gefärden oder gar das Zugemauerte aufreist. Ich denke das sind die Krafttrotzenden Jugentlichen die nichts mit sich anzufangen wissen. Da kommt mir gerade ein gedanke. Die Szene im Keller mit dem Geld und der Bierflasche? Ich will hier keine Ilusionen nehmen von wegen schwarzer Sekten, aber es ist ein kleines Spiel von dem mir ein Kollege erzählte, mann nennt es in die Flasche Spritzen mit einsatz. Ich denke es erklärt sich von selbst und ich möchte nicht weiter darauf eingehen.
Mir tut es immer wieder weh wenn ich sehe das neue Dinge zerstörrt wurden, die Pferdeköpfe zerschlagen usw. Meiner meinung nach sollte der Denkmalschutz dahinter sein, dass solche Historisch wichtigen Denkmäler erhalten bleiben. Es gibt doch so viele Institutionen die durch Fördergelder helfen. :-(
Es ist einfach traurig, es ist ein Stück Geschichte. Die Jugentlichen wissen es nicht und, tut mir leid für den Ausdruck, sind einfach nur vernachlässigt und wissen nichts mit sich Anzufangen. Man sollte nicht einmal den Kids die Schuld geben. Niemand wird als Randalierer geboren. Ok, ich fange an über streitpunkte zu reden, die hier nichts zu suchen haben.
Vor einem Monat circa hatte ich ein merkwürdiges Erlebniss, eine alte Dame kam vorbei und fragte warum ich Fotos mache. Ich erzählte ihr die Geschichte von dem Haus und sie sagte nur. "Das ist ja wahnsinn, ich lebe mein Leben lang hier und habe nie darüber nachgedacht. Eine schande." Ich denke das ist das Problem. Das "Volk" weiß nicht was es vor sich sieht. Bei mir Zuhause gibt es ein altes Rittergut, dass vergammelt auch und niemand kennt es. Dabei ist es ein wichtiges Stück der Geschichte. Habe schon einmal überlegt in den umliegenden Läden Flyer auszulegen mit der Geschichte von Haus Fühlingen. Sie wieder im Kopf der Menschen rein bringen. Denn so bleibt es erhalten. Die alten Ägypter sagten schon, wenn du an einem Grab vorbei gehst, sprich den Namen des Verstorbenen, Denke ihn, denn so Überlebt er im Leben nach dem Tod. Ich mag diesen Gedanken, erhalten durch errinnern.
So, nun habe ich wieder viel zu viel gequatscht.
Wollte nurnoch eines sagen. Ich glaube nicht das es dort Spuckt, aber nicht weil ich nicht an Geister glaube, das tue ich sehr wohl. Mir soll selber eine begegnung passiert sein, an die ich mich nicht erriner. Und meiner Oma auch.
Also, einen schönen Abend
Liebe grüße
Edit Brork : Antwort auf diesen Beitrag - siehe Beitrag 643