|
|
Fotos und Diskussion zu diesem Artikel finden Sie im
Spukvilla-Forum
zum Artikel im Forum, klicken Sie bitte Hier
Ausserkörperliche Erfahrung / AKE / OBE
Die Außerkörperliche Erfahrung (AKE, im englischsprachigen Bereich OBE)
beschreibt einen Zustand, bei dem sich der Betroffene als außerhalb des
physischen Körpers wahrnimmt. Besonders, aber bei weitem nicht nur in
Grenzsituationen, etwa bei Nahtodeserlebnissen (NTE) wird über solche
Zustände berichtet.
Der Begriff „Außerkörperliche Erfahrung“ bezeichnet unabhängig von Kultur,
Religion oder Intelligenzquotient eines Menschen weltweit übereinstimmend
das Erlebnis, sich selbst willentlich oder unwillentlich, scheinbar autonom
als quasi immaterielles Bewusstsein über, neben oder in der Nähe seines
physischen Körpers zu erleben oder auch beträchtlich weit von diesem
entfernt zu sein. Ein anderer, nicht physischer Körper, mit dem man agiere,
sei dabei meist unmittelbar erfüllbar und der Sitz des Bewusstseins, sofern
dieses intakt ist. In einer Vielzahl der Erfahrungen ist der wahrnehmenden
Person die Situation bewusst, d.h. die betreffende Person kann sich an ihre
menschliche Biographie, an das Tagesgeschehen usw. erinnern, ist persönlich,
zeitlich und örtlich orientiert, und sie erkennt die Andersartigkeit des
AKE-Zustandes.
Typisch für viele Formen außerkörperlicher Erfahrungen ist ein ausgeprägtes
Gefühl der Schwerelosigkeit. Es wird beschrieben, dass Personen während
ihrer außerkörperlichen Erfahrung imstande waren, Gegenstände, Ereignisse
und Sachverhalte so zu beschreiben, als ob sie sie mit den Sinnesorganen
ihres physischen Körpers wahrgenommen hätten, auch dann, wenn die
Örtlichkeiten jener Gegenstände mit dem physischen Körper nicht oder nur
sehr bedingt hätten erreicht werden können.
Während einer außerkörperlichen Erfahrung ist es laut Berichten nicht
möglich, physische Gegenstände zu greifen oder zu beeinflussen bzw. mit der
physischen Materie zu interagieren. Oft wird auch von veränderten
Wahrnehmungszuständen gesprochen, wie beispielsweise einer 360°-Sicht und
dem „erfühlen Können“ von Gegenständen. Berichte darüber, sich weitgehend
frei durch den Raum, durch physische Hindernisse hindurch und durch die Zeit
bewegen zu können, werden von etlichen Menschen, die Erfahrungen mit AKEs
haben, beschrieben.
Es zeigt sich der Unterschied zur Reinkarnation, die zwar im Zusammenhang
genannt wird, aber nicht denselben Effekt beschreibt, folgendermaßen: Bei
einer außerkörperlichen Erfahrung soll sich ein „zweiter“,
„seelisch-geistiger Körper“ nicht völlig vom physischen Körper trennen,
sondern er bleibe durch eine so genannte „feinstoffliche Verbindung“, oft
Silberschnur genannt, mit diesem in Verbindung. Nach Meinung von
AKE-Anhängern wird diese Verbindung allerdings umso dünner, je weiter sich
dieser feinstoffliche Körper vom physischen Körper entferne. Es soll jedoch
unmöglich sein, die Verbindung zum physischen Körper vollständig zu
verlieren; die Reinkarnationsforschung andererseits versucht, sich der Frage
einer möglichen Wiedergeburt der Seele eines Menschen nach dessen Tod zu
nähern.
In engem Zusammenhang mit AKE stehen luzide Traumerfahrungen, in denen der
Träumende sich des Träumens bewusst ist, das Gefühl hat, unmittelbare
Kontrolle über den Ablauf des Traumes zu haben und ein besonders klares
Bewusstsein über seine Handlungen besitzt. Oftmals gelten solche luzide
Träume als Ausgangspunkt einer AKE. In selteneren Fällen werden hierbei auch
Erfahrungen genannt, bei denen kürzlich Verstorbene, Engel oder nahe
Verwandte eine Rolle spielen.
Derartige Erlebnisse werden zum Teil mit weltanschaulich geprägten Begriffen
beschrieben, wodurch sich die Erklärungen nicht mit dem mehrheitlich
vertretenen wissenschaftlichen Weltbild vereinen lassen.
Nicht oder nicht eindeutig konsensuell zu beantworten ist in diesem
Zusammenhang die Frage, ob überhaupt „etwas“ bzw. was den Körper verlässt,
und ob die Welt, in der sich der von der AKE Betroffene wieder findet, mit
der bekannten physischen Welt identisch ist, oder ob es sich dabei aber um
eine Art „Traumwelt“ („Astralsphäre“) handelt.
Formen außerkörperlicher Erfahrung
- Luzide Träume, also Träume, bei denen sich der Träumende des Träumens
bewusst ist und den Handlungsablauf seines Traums zumindest zum Teil
willentlich beeinflussen kann. James H. Brennan berichtet, dass sich luzide
Träume spontan aus üblichen entwickeln können, dass sie allerdings auch
durch Meditations- und Übungstechniken gleichsam „trainiert“ werden können.
- Astral- und Ätherprojektionen. Brennan ist hier einer der wenigen
einschlägigen Autoren, die relativ strikt zwischen diesen beiden Begriffen
unterscheiden, die man in der sonstigen Literatur oftmals synonym verwendet
findet. Dabei versteht er unter der Ätherprojektion (ÄP) ein bewusstes oder
unbewusstes, willentlich oder unwillentlich herbeigeführtes Austreten des
„feinstofflichen Äthers“ aus dem physischen Körper, etwa während des
Schlafes. Träger des Bewusstseins kann dabei der Ätherkörper (ÄK) sein, und
der Betroffene kann sich mit diesem in der bekannten physischen Welt, ohne
allerdings mit ihr interagieren oder von ihr wahrgenommen werden zu können,
sehr frei, oft schwebend und beachtlich schnell, bewegen. Unmittelbar nach
dem Austreten aus dem physischen Körper kann dieser meist aus der Sicht des
ÄK wahrgenommen werden; man sieht sich also quasi selbst von außen. Eine
Astralprojektion (AP) liegt nach Brennan vor, wenn der Betroffene in seinem
Astralkörper (AK) die Astralsphäre bereist; eine Welt, die „aus dem Stoff,
aus dem die Träume sind“ besteht, und ihrer Beschaffenheit nach zum größten
Teil dem Willen des Betroffenen unterliegt. Materielles kann dort allein
durch Willenskraft geschaffen, geformt und vernichtet werden, Interaktion
mit anderen (Geist-)Wesen ist möglich. Der Unterschied zum luziden Träumen
ist dem Betroffenen zumindest subjektiv deutlich „erfühlbar“ und im
Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass nicht dessen Bewusstsein einen
Traum generiert, sondern dass dieses seinen Sitz in einem feinstofflichen
Körper findet, der sich in einer gänzlich neuen Welt bewegt. Die Übergänge
zwischen ÄP und AP beschreibt Brennan als fließend. Allerdings muss man
sagen, dass J.H. Brennans Buch gegenüber den heutigen modernen Ansichten
über so genannte Äther- und Astralprojektionen ziemlich veraltet ist. Nach
William Buhlmans Sicht ist die Äther- und die Astralprojektion ein und
dasselbe Phänomen. Man befinde sich während einer außerkörperlichen
Erfahrung in verschiedenen "Sphären" bzw. Ebenen; Buhlman geht an dieser
Stelle von einem mehrdimensionalen Universum aus. Das Universum, wie wir es
kennen, sei lediglich die äußere "Kruste" eines unbekannt tiefen,
mehrdimensionalen Universums, das aus Ebenen verschieden schnell
schwingender Energie bestünde. Energiemembranen trennten diese Bereiche
voneinander, vermutet Buhlman basierend auf seinen persönlichen Erlebnissen.
Diese Ebenen seien unterschiedlich beeinflussbar. Die der physischen am
nahesten gelegene Ebene, in der sich ein außerkörperlich Reisender befinden
kann, ist die Ebene des Äthers, die ungefähr mit der physischen Ebene in nur
geringen Abweichungen übereinstimmt. Es sei ein Konstrukt, aufrecht erhalten
durch die kollektiven Gedanken aller derzeit lebenden Menschen. Weiter von
der physischen "Kruste" entfernte Ebenen werden als Astralsphären
bezeichnet. Diese sind auch leichter beeinflussbar als die niedrigeren
Sphären. Zu diesem Thema existieren inzwischen sehr viele verschiedene Ideen
und Theorien, von denen einige in diesem Artikel aufgelistet sind. Jedoch
zeigt Buhlmans Modell eines mehrdimensionalen Universums interessante
Parallelen zur Stringtheorie.
- Des Weiteren kursiert unter Wissenschaftlern die Meinung, dass alle
Außerkörperlichen Erfahrungen in Wirklichkeit luzide Träume sind. In diesem
Zusammenhang sei erwähnt, dass Träume äußerst realitätsnahe Empfindungen
beim Träumenden auszulösen imstande sind und auf das Buch "Exploring the
World of Lucid Dreaming" von Stephen LaBerge hingewiesen.
- Im Wachzustand der Eindruck, sich außerhalb des eigenen Körpers zu
befinden, mit oder ohne veränderter Sinneswahrnehmung (zum Beispiel:
Nachtsicht, 360° Blick, Durchsicht, „Erfühlen, -tasten, -fassen“ der
Umgebung, veränderte Farbwahrnehmung), manchmal in Verbindung mit Hellsehen.
Als erstes Gefühl für eine nahende außerkörperliche Erfahrung werden oft
eine starke Vibration, Summen im Körper, Klingeln im Ohr (ähnlich wie bei
Tinnitus), ein Gefühl gezogen zu werden oder kurz vor dem Einschlafen als
ganzes zu „erstarren“, wobei es sich jedoch eher um ein Eintreten der
Schlafstarre vor dem tatsächlichen, psychischen Einschlafen handelt, bzw.
Ton- oder Lichterscheinungen im Traum angegeben.
Die Silberschnur
Die so genannte „Silberschnur“ stellt in der einschlägigen Literatur oftmals
die unzertrennliche Verbindung zwischen dem physischen und dem Äther- bzw.
Astralkörper dar. Sie wird u. a. bei Brennan als nicht notwendigerweise
sichtbare, etwa daumendicke Schnur, die zwischen der Stirn des physischen
Körpers und dem Genickbereich des projizierten Körpers verläuft,
beschrieben. In diesem Zusammenhang ist Brennan der Ansicht, dass auch ein
Manipulieren am physischen Körper während einer AKE dem Betroffenen keinen
Schaden zufügt, da dieser mit seinem Körper über die Silberschnur stets in
sicherer, wenn auch nicht unbedingt bewusst wahrgenommener Verbindung steht.
Des Weiteren liest man bei Brennan die Behauptung, dass, sobald etwas den
physischen Körper zu sehr stört oder reizt, man umgehend in diesen mittels
der Silberschnur zurückgezogen wird.
Die Bibel verwendet beim Tod einmal das Bild einer Silberschnur, die im
Moment des Todes reißt. So heißt es in Prediger 12, 1, 6 ff: „Denke an
deinen Schöpfer in deinen frühen Jahren [...] ehe die silberne Schnur
zerreißt, die goldene Schale bricht, der Krug an der Quelle zerschmettert
wird, das Schöpfrad zerbrochen in die Grube fällt, und der Staub zur Erde
zurückkehrt, wie er war, und der Odem zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben
hat“.
Vertreter von AKEs
Bei folgenden Gruppen oder Personenkreisen spielt die außerkörperliche
Erfahrung eine Rolle:
- Neosikhismus
- Anthroposophie
- Eckankar, Religion von Licht und Ton Gottes
- Einige indigene Religionen
- Für den Schamanismus ist außerkörperliches Reisen sogar das zentrale
Merkmal überhaupt, wie Mircea Eliade in Schamanismus und archaische
Ekstasetechnik bereits 1951 herausgearbeitet hat.
- Einige hinduistische Gruppen
- Einige esoterische Richtungen wie (Theosophie und Okkultismus)
- Einige neoheidnische Bewegungen
- Sensitive Menschen
- Scientology
- Konsumenten psychoaktiver Substanzen wie Salvinorin
Mehr zu diesem Thema, lesen Sie in unseren Forum.
zum Forums-Artikel
und Diskussion
Fotos und Diskussion zu diesem Artikel finden Sie im
Spukvilla-Forum
|
|