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Das ungelöste Rätsel von Glamis Castle
Nördlich der Schottischen Stadt Dundee liegt in Tayside ein festungsartiges
Gebäude - Glamis Castle.
Seine Geschichte reicht weit in die Vergangenheit. So ist es neben dem
Stammsitz der Grafen von Strathmore mehrmals in der Geschichte erwähnt
worden. So unter anderem :
1034 wurde hier der Schottische König Malcolm II hinterhältig ermordet.
1383 kam hier Sir John Lyon, der das Gebäude von seinem Schwiegervater
erbte, bei einem Duell ums Leben.
1540 wurde eine Dame namens Jane Douglas als die Hexe von Glamis auf einem
Scheiterhaufen verbrannt.
Das eigentliche Rätsel von Glamis Castle dreht sich allerdings um Patrick,
dritter Graf von Strathmore.
Seit seiner Herrschaft, soll ein Geheimnis existieren, welches allen
männlichen Erben des Hauses an Ihrem 21. Geburtstag anvertraut wird - doch
niemals einer Frau.
Laut einer Sage knobelte Graf Patrick die ganze Nacht über, in den "heiligen
Sonntag" hinein, mit den Grafen von Crawford. Ein Diener kam herein, um die
Herren daran zu errinern, dass bald der Sonntag anbreche.
Daraufhin soll Graf Patrick gesagt haben :" er spiele weiter, Sonntag oder
nicht. Und wenn er wolle könne der Satan persönlich mitmachen...".
Um Mitternacht soll mit einem Paukenschlag der Teufel persönlich erschienen
sein, und erklärte, dass sie Ihre Seelen verkauft haben. Sie wären dazu
verurteilt, bis zum Tage des jüngsten Gerichts hier weiter zu spielen...
Noch 1957, berichtete die Schlossangestellte Florence Foster einer örtlichen
Zeitung gegenüber, dass sie oftmals zitternd im Bett liege und das Klickern
der Würfel vernehme, sowie auch das Fluchen des Grafen.
Mehrere weitere Diener meldeten sich daraufhin und bestätigten diese
Geräusche auch zu hören. Doch noch nie haben sie jemanden sehen können, der
sie verursacht.
Einer weiteren Sage zufolge, soll Patrick der Vater eines missgebildeten
Kindes gewesen sein. Aufgrund des schrecklichen Aussehens wurde es in einem
Geheimzimmer gefangen gehalten und erreichte ein biblisches Alter.
Dafür spricht ein Bild, welches den Grafen mit seinen Kindern zeigt. Ein
Sohn scheint einen missgebildeten Arm zu haben.
Dagegen sprechen aber gleich mehrere Dinge, denn es scheint keinen Sinn zu
machen, das der Graf seinen Sohn den Menschen vorenthält, indem er Ihn
einsperrt, und zugleich ein Bild von Ihm im Salon aufhängt...
Zudem sagte noch der 13. Graf von Strathmore, welcher im Alter von 80 Jahren
1904 gestorben ist, zu einem Freund :" Wärst Du in das Geheimnis eingeweiht,
du würdest auf Knien sinken und Gott danken, dass es nicht das deine ist.."
Es ist also nicht anzunehmen, dass ein Kind Patrick´s über mehrere
Jahrhunderte in Gefangenschaft überleben könnte.
Der Nachfolger des 13 Grafen von Strathmore soll das Geheimnis seinem
Gutsverwalter Gavin Ralston anvertraut haben. Dieser sprach später zu der
Schwiegertochter des Grafen :"Es ist ein Glück, dass Sie es nicht wissen und
niemals wissen können, denn wenn Sie es wüssten, Sie wären Ihres Lebens
nicht mehr froh."
Noch Heute existieren zahlreiche Geschichten über ein mysteriöses
Geheimzimmer, welches angeblich das Geheimnis der Grafen waren soll.
Die ziemlich bekannte Story eines Zimmermanns, welcher durch Zufall beim
renovieren eines Raums in Glamis Castel auf eine verborgene Tür gestossen
ist, soll angeblich wahr und bewiesen sein (wir fanden darauf jedoch keine
Hinweise).
Er soll nach kurzer Zeit entsetzt und zitternd aus dem Geheimzimmer gekommen
sein. Als der 13´te Graf dies hörte, nahm er den Mann zur Seite, lies ihn
schwören, dass er niemals etwas davon erzählen würde, gab ihm eine Menge
Bargeld und schickte ihn in umgehend die neuen Kolonien.
Um 1920 versuchten mehrere Jugendlichen welche sich auf Glamis aufhielten,
dem Geheimnis auf den Grund zu kommen, und das verborgene Zimmer zu finden.
So gingen sie von Raum zu Raum und befestigten an jedem Fenster ein weisses
Tuch, welches sichtbar nach aussen heraushing.
Trotzdem gab es zum Schluss mehrere Fenster, welche beim Blick von aussen
kein Tuch vorweisen konnten. Eine Suche nach dem geheimen Raum blieb
erfolglos...
Als der 14´te Graf von Strathmore davon erfuhr, tobte er vor Wut, und lies
alle Jugendliche hinauswerfen.
Bis Heute wird jeder Besucher streng ermahnt, nicht nach dem Geheimen Zimmer
zu fragen. Das Rätsel bleibt somit bis Heute ungelöst.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass noch weitere Gespenster im Gebäude spuken
sollen. So ist z.B. die Sprache von einem graubärtigen Mann, der 1486 in
Ketten gelegt dort verhungert sein soll.
Die Gattin des Erzbischofs von York soll zwischen 1910-1919 mehrmals dort
wahrgenommen worden sein. Die oben angesprochene Lady Glamis soll bis Heute
in Flammen stehend im Glockenturm erscheinen, ein Geist namens "Jack the
Runner" soll durch die Gänge flitzen, ein weiterer Geist eines schwarzen
Pagen soll bis Heute erscheinen, und auch eine White Lady soll im Uhrenturm
umgehen.
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