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Präkognition

Als Präkognition (lateinisch: vor der Erkenntnis) bezeichnet man eine Form des Voraussehens oder der Vorhersage eines Ereignisses oder Sachverhaltes aus der Zukunft, ohne dass hierfür rationales Wissen zum Zeitpunkt der Voraussicht zur Verfügung gestanden hätte.

Präkognition gehört neben Telepathie und Hellsehen zur Außersinnlichen Wahrnehmung (ASW, englisch: ESP, extrasensorial perception), die auch als Informationserwerb durch einen anderen als die uns bekannten fünf Sinne bezeichnet wird. Seit 120 Jahren erforscht die Parapsychologie die Erscheinungsformen der außersinnlichen Wahrnehmung, innerhalb derer die Präkognition als fundamentales Phänomen gilt, auf das Telepathie und Hellsehen zurückzuführen wären. Auch die Fernwahrnehmung könnte, laut der später erwähnten Theorie von Jon Taylor als präkognitives Phänomen gelten.

Durchgeführte verblüffende Experimente :

Die Schauspielerin Eva Mylius begann Anfang der Fünfziger Jahre für das Freiburger Institut ihre Träume aufzuzeichnen - es wurden fast 2800 bis zu ihrem Tod 1982. Unter dem Material waren teils sehr treffende Vorherschauen. Weitere Versuche unternahm Hans Bender auch mit dem (1980 verstorbenen) holländischen Medium Gerard Croiset. Berühmt geworden sind die "Platzexperimente", bei denen er - versehen mit dem Bestuhlungsplan eines Saals - oft genau beschreiben konnte, welche Person sich auf einen vorher zufällig ausgewählten Platz setzen würde.

Auch die Experimente des "Stanford Research Institute" und später des "Princeton Engineering Anomalies Research" (PEAR) gehören in diesen Umkreis. Letztere Forschungsgruppe unter Leitung von Robert Jahn nannte ihre Methode "Präkognitive Fernwahrnehmung" (Präkognitive Remote Perception - PRP). Dabei wurde zufällig ein Ziel aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt, das der abgeschirmte Empfänger im Labor nicht kennen konnte. Der Agent oder Sender begab sich an diesen Ort und beobachtete und notierte die Umgebung, während gleichzeitig der Empfänger verbal seine Impressionen beschrieb oder eine Skizze anfertigte. Die Auswertung geschah durch einen unabhängigen Juror nach einem festgelegten Schlüssel. Was die Untersucher verblüffte: Es funktionierte auch zeitversetzt. Recht genaue Eindrücke trafen ein, die der Empfänger auch aufzeichnen konnte, bevor der Agent sich auf den Weg machte oder auch Stunden danach. Daraus schlossen Theoretiker, dass die Zeit für den menschlichen Geist theoretisch "durchlässig" sei.

Berichtete Phänomene

- In Norwegen ist das Phänomen "vardøger" Teil der Volkskultur. Hierbei ahnen Personen - angeblich - die Ankunft einer nahe stehenden Person voraus. So stellen viele norwegischen Hausfrauen den Wasserkessel auf, weil sie bereits einige Minuten oder eine halbe Stunde vor Eintreffen ihres Ehemanns "wahrnehmen", dass dieser gleich eintreffen wird. Dies gelinge auch bei Ehemännern mit stark variierenden Arbeits- und Einsatzzeiten, die nicht vorhersagbar sind. Das Phänomen ist von Geräuschen begleitet, so als hänge beispielsweise jemand seinen Mantel auf, der in Wirklichkeit erst deutlich später nach Hause kommt und seinen Mantel aufhängt.

- Aborigines wissen angeblich im Voraus, wann sich weit entfernte Stammesangehörige wieder im Lager einfinden werden. Ethnologen berichten, dass die Aborigines überzeugt davon sind, auch eintretende Gefahren per Präkognition im Vorfeld erahnen und ihnen dadurch ausweichen zu können.

- Buschmänner in der Kalahari wissen angeblich im Voraus, ob die Jäger erfolgreich waren und treffen demgemäß ihre Vorbereitungen.
 

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